Aufmerksamkeitsstörungen

Bei einer Reihe von Kindern liegt das Lernproblem nicht (nur) im Bereich der Schriftsprache oder des Rechnens, sondern es sind (oft zusätzlich) weitere wichtige Stützfaktoren erfolgreichen Lernens beeinträchtigt, z.B. die Aufmerksamkeitssteuerung. Betroffene Kinder fallen z.B. auf durch

  • motorische Unruhe
  • gesteigertes Redebedürfnis
  • hohe Impulsivität
  • mangelndes Konzentrationsvermögen
  • leichte Ablenkbarkeit
  • Verträumtheit
  • oberflächliche oder stark verlangsamte Arbeitsweise
  • Probleme beim Einhalten von Regeln

Durch einen Kinder- und Jugendpsychiater muss abgeklärt werden, ob es sich um ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (AD(H)S) handelt und ob es ggf. medizinisch behandelt werden muss.

In der Lerntherapie können diese Kinder zusätzlich unterstützt werden, indem z.B. folgende Konzepte einzeln oder in Zusammenhang mit dem Arbeiten am Lerngegenstand (Schriftsprache/Rechnen) angewendet werden:

  • ATTENTIONER (Neuropsychologisches Gruppentraining nach Jacobs /Petermann)
  • Therapiekonzepte nach Lauth/Schlottke sowie Döpfner/Schürmann/Frölich
  • ADS-Trainer nach E. Traeger und andere Einzelübungen zur Konzentrationsförderung
  • Selbstinstruktionsverfahren
  • Entspannungsübungen